Burnout


Wenn Du immer wieder das tust,
was Du immer schon getan hast,
dann wirst Du immer wieder das bekommen,
was Du immer schon bekommen hast.
Wenn Du etwas anderes haben willst,
musst Du etwas anderes tun!
Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig Anderes -
statt mehr vom gleichen Falschen!

(Paul Watzlawick, Philosoph, 1921 2007)

Was verstehen wir unter Burnout?

Für eine Sache brennen, leidenschaftlich sein und alles geben, kann motivieren und zu Höchstleistungen anspornen aber, so formulierte es der französische Schriftsteller Henri Stendhal: "Ein wenig Leidenschaft beflügelt den Geist, zu viel löscht ihn aus." Geist und Körper werden in Mitleidenschaft gezogen, wenn Menschen zu viel Energie in ihre Arbeit stecken und darüber den liebevollen Umgang mit sich selbst verlieren. Burnout lautet die Diagnose, die dieses Syndrom der chronischen Überlastung beschreibt. Der Leidensdruck ist sehr groß und die Lebensfreude sehr klein. Zuerst wurde dieser Begriff im Zusammenhang mit helfenden Berufen beschrieben, zunehmend wurde aber deutlich, dass immer mehr Arbeitnehmer unter dieser Art von Erschöpfung und daraus resultierender "innerer Kündigung" leiden.

Nicht nur der einzelne Betroffene leidet, sondern inzwischen auch die ganze Gesellschaft. Die Symptome des Burnouts verursachen immense Kosten durch Ausfall, Krankheitszeiten und Fehlproduktionen.

Besonders schlimm ist jedoch das individuelle Leiden, denn das Burnout Syndrom ist noch nicht gänzlich als Erkrankung anerkannt, auch wenn es häufig einer depressiven Erkrankung ähnelt.

Wie macht sich Burnout bemerkbar?

  • Wenn nachts und morgens die Angstmonster mit einem verrücktspielen.
  • Wenn Sie morgens nicht aus dem Bett kommen und sich am liebsten unter
    der Bettdecke verkriechen möchten.
  • Wenn Sie sich durch den Tag schleppen und den Eindruck haben,
    die Kontrolle über Gedanken und Handlungen zu verlieren.
  • Wenn Sie Schweißausbrüche, Magendrücken, Rückenschmerzen
    und andere psychosomatische Schmerzen plagen.
  • Wenn Sie nonstop Gedankenkreisen und angstbesetzte Zukunftskatastrophen-
    szenarien quälen, was nicht alles im Job passieren könnte.

Weitere Symptome sind Reizbarkeit, Anspannung und Antriebsschwäche. Die emotionale Erschöpfung führt dazu, dass die Arbeit keinen Spaß mehr macht und der Betroffene sich völlig ausgelaugt fühlt. Betroffene erleben subjektiv immer mehr Misserfolge und haben den Eindruck, im Leben nichts mehr bewirken zu können. Auch Symptome wie Zynismus, Distanziertheit und Gleichgültigkeit sind Anzeichen eines Burnouts. Betroffene fühlen sich selbst und der Welt entfremdet. Gegenüber ihren Mitmenschen und Kollegen entwickeln sie eine gleichgültige bis zynische Haltung.

Der Prozess des Burnouts verläuft in der Regel schleichend!

Wenn Sie jeden Morgen über einen längeren Zeitraum ein Unbehagen verspüren, dann stimmt etwas nicht. Für einen überschaubaren Zeitraum (vielleicht für die Dauer eines Projektes, aber maximal bis zu zwei Monaten) mag es angehen, aber auf Dauer ist dieser Zustand nicht gesund.

Nicht alles, was wie Burnout aussieht, ist auch Burnout!
Ob es sich um eine schwere Krise oder Burnout handelt, kann nur ein/e geschulte/r PsychotherapeutIn klären.

Hier einige Tipps zur Selbsthilfe